Kontare/Support
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Von einem Altsystem umsteigen (Datenimport)

Ein Systemwechsel gelingt am reibungslosesten, wenn die Vorbereitung vor dem eigentlichen Datenimport passiert. Diese Checkliste führt dich in vier Phasen durch den kompletten Umstieg — vom Export im alten System bis zur endgültigen Kündigung.

Wichtigster Grundsatz Kündige dein bisheriges System erst, wenn der Import in Kontare vollständig geprüft ist UND du einen sicheren Archiv-Export für die gesetzliche 10-jährige Aufbewahrungsfrist (GoBD) angelegt hast. Ein Datenimport lässt sich in Kontare jederzeit rückgängig machen — ein bereits gekündigtes Altsystem meist nicht mehr reaktivieren.

Phase 1 — Im alten System vorbereiten

  • Alle Stammdaten exportieren: Kunden, Lieferanten und Artikel als CSV.
  • Alle Bewegungsdaten exportieren: Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Belege (Eingang & Ausgang) als CSV.
  • Original-PDFs aller Rechnungen/Angebote/Belege herunterladen. Kontare erzeugt für importierte Dokumente KEINE neuen PDFs — das Original aus dem alten System bleibt das rechtsgültige Dokument und wird nach dem CSV-Import separat hochgeladen (siehe Phase 3).
  • Die zuletzt vergebene Nummer je Nummernkreis notieren: letzte Rechnungsnummer, Angebotsnummer, Lieferscheinnummer, Belegnummer. Wichtig für eine GoBD-konforme, lückenlose Fortführung in Kontare (siehe Phase 2).
  • Offene Posten dokumentieren: welche Rechnungen sind noch unbezahlt, welche Angebote/Aufträge noch nicht abgeschlossen.
  • Bankumsätze/Kontoauszüge exportieren, falls du sie weiterhin brauchst (z. B. für einen späteren MT940-Import in Kontare).
  • Kündigungsfrist des Altsystems prüfen und notieren — noch nicht kündigen (siehe Phase 4).

Phase 2 — Kontare vorbereiten (bevor der Import beginnt)

  • Firmendaten vollständig ausfüllen: Anschrift, Steuernummer/USt-IdNr., Bankverbindung, Logo.
  • Kontenrahmen (SKR03/SKR04) bewusst wählen — nach der ersten Buchung nicht mehr änderbar.
  • Kleinunternehmer-Status (§19 UStG) korrekt setzen, bevor die erste Rechnung gedruckt oder der erste Ausgangsbeleg erfasst wird — danach ist diese Einstellung final und nur noch über den Support änderbar.
  • Nummernkreise anlegen und auf die in Phase 1 notierte letzte Nummer des Altsystems fortsetzen, statt bei 1 neu zu beginnen.
  • Nutzer & Rollen für dein Team anlegen.

Phase 3 — Datenübernahme durchführen

  • Reihenfolge einhalten: zuerst Kunden/Lieferanten importieren (werden von allen anderen Datentypen referenziert), danach Artikel, dann Anlagegüter, danach Angebote/Aufträge/Lieferscheine/Rechnungen/Belege.
  • CSV-Dateien bereitstellen — Trennzeichen und Zeichenkodierung werden automatisch erkannt. Je Import-Lauf maximal 5 MB bzw. 5.000 Zeilen — größere Exporte in mehrere Dateien aufteilen.
  • Spaltenzuordnung im Import-Assistenten prüfen (die Vorschau zeigt 5 Beispielzeilen deiner Datei) — Kontare schlägt anhand der Spaltennamen bereits eine Zuordnung vor.
  • Am besten zuerst mit einer kleinen Testmenge starten: jeder Import-Lauf lässt sich vollständig rückgängig machen, falls etwas nicht passt.
  • Nach dem Datenimport: Original-PDFs aus Phase 1 als ZIP hochladen — die Dateinamen müssen der jeweiligen Rechnungs-/Beleg-/Angebotsnummer entsprechen, damit Kontare sie automatisch zuordnet.

Gut zu wissen bei der Datenübernahme

  • Angebote und Aufträge werden beim Import als eine zusammengefasste Position je Dokument übernommen (die meisten Altsysteme exportieren keine Positionspreise einzeln).
  • Lieferscheine werden ohne Preise importiert.
  • Bei importierten Rechnungen bleibt das Feld "Bezahlt am" leer, auch wenn der Status als "bezahlt" übernommen wurde — es entsteht dabei kein echter Zahlungseingang in Kontare.

Phase 4 — Nach dem Import

  • Stichprobenartig einzelne Datensätze mit dem Altsystem vergleichen (Beträge, Kundendaten, Belegnummern).
  • Offene Rechnungen/Angebote aus Phase 1 in Kontare weiterführen.
  • Eine Übergangszeit einplanen, in der das Altsystem parallel erhalten bleibt, bis alles verifiziert ist.
  • Den in Phase 1 erstellten Altsystem-Export sicher archivieren — unabhängig von einer späteren Kündigung, wegen der 10-jährigen GoBD-Aufbewahrungspflicht.
  • Erst jetzt das Altsystem kündigen (Kündigungsfrist aus Phase 1 beachten).
  • Kunden/Lieferanten informieren, falls sich z. B. deine Bankverbindung oder Rechnungsadresse geändert hat.

Fragen zum Datenimport beantwortet dir gerne der Kontare-Support über das Ticket-System direkt in deiner Instanz.